Geschafft ! Nachdem Herrchen letzte Woche
kurzfristig eine Kur antreten und Frauchen zur selben Zeit einen fünftägigen Fortbildungskurs in der Schweiz nicht absagen konnte, mußten Maunzepaul und Romsi über das letzte Wochenende von Freitag Früh bis Dienstag Abend zur
ersten Mal für längere Zeit ganz alleine bleiben. Tagsüber hatten sie das ja schon mit Erfolg geübt, aber abends und nachts waren wir Dosis immer dagewesen und hatten vereinzelt “Schiedsrichter-Aufgaben” wahrgenommen. Nun sollten
zwar morgens und abends bewährte und bekannte Katzensitterinnen kommen, die für Streicheleinheiten und Beschäftigung, Futter und Katzenklo sorgen würden, aber mehr als zwei bis drei Stunden täglich konnten unsere beiden Fellnasen
nicht mit menschlicher Zuwendung rechnen. Wir hatten zugegebenermaßen schon ein etwas flaues Gefühl in der Magengegend, aber es half alles nichts, da mußten wir und die Katzen jetzt durch, wäre doch gelacht ! Bei
meiner Rückkehr Dienstag Nacht erwarteten mich zwei äußerst zufriedene und wohlgenährte Miezen, die sich sichtlich über mein Erscheinen freuten. Beide begleiteten mich auf Schritt und Tritt durch die Wohnung, halfen mir gemeinsam
beim Kofferauspacken und kamen beide mit mir ins Bett, damit ich nicht des nächtens heimlich wieder ausrücken konnte. An meiner rechten Seite nuckelte sich Paule seelig in den Schlaf, zu meiner Linken schnurrte und sabberte Romsi
glücklich durch die Nacht. Am Mittwoch Vormittag mußten wir dann zusammen zum Tierarzt - Paulchen bekam seine zweite Impfration und Romsi ihre jährliche Auffrischungsspritze. Das “Verpacken” in die Kennels ging ohne
Proteste vor sich (oh Wunder, oh Wunder), während des Fußwegs zur Praxis beguckte sich Paule still und neugierig die Gegend während Romsi dem ganzen Viertel lauthals kundtat, daß sie absolut nicht damit einverstanden war, so durch
die Gegend geschleppt zu werden. Beim Tierarzt ging alles ganz schnell, Paule hat wieder mit ihm geköpfelt und Romsi war ganz “Dame” und benahm sich sehr manierlich. Auf dem Heimweg hörte man von beiden keinen Ton (ich konnte es
kaum glauben) und als ich dann daheim gleichzeitig beide Transportkörbe öffnete, beschnüffelten sich die zwei Katzen gegenseitig und trabten gemeinsam zum Fressen. Ich war müde und legte mich nochmal ins Bett und da geschah es:
Maunzepaul ließ sich bei mir nieder und Romsi, die kurz danach ins Schlafzimmer kam, sprang auch ins Bett, stutzte einen Moment lang, streckte dann den Kopf ganz weit zu Paule hin und legte sich plötzlich auf ihn drauf. Er ließ das
ohne Regung geschehen und so kam es, daß beide Katzen in engstem Körperkontakt beieinander lagen. Sie schnurrten beide um die Wette, bepfotelten sich, schlangen die Schwänze ineinander und nach einer Weile putzte Romsi Paulchens
Kopf und seine Ohren. Gewonnen! Juhu! Ich fädelte mich vorsichtig aus dem Bett um die Schmusemaunzis nicht zu stören und angelte leise nach der Kamera. Voilà, das Ergebnis:
Ich hätte nie gedacht, daß sich die beiden Miezen in so kurzer Zeit - Maunzepaul ist auf den Tag genau
seit einem Monat hier bei uns - so nahe kommen würden, wenn überhaupt. Ich hatte gehofft, daß Romsi den kleinen Maunz tolerieren würde, sicher konnte ich mir aber absolut nicht sein. Es ist ein
solches Geschenk, daß diese zwei so unterschiedlichen Tiere offensichtlich Sympathie und Vertrauen zueinander entwickeln ! Etwas Schöneres hätten wir uns nicht wünschen können! Freut Euch mit uns
und auf weitere Fotos und Berichte - ich halte Euch auf dem Laufenden ! Hach, was bin ich doch glücklich und stolz auf meine Super-Katzies !!!
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